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Mori_Dom
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BeitragVerfasst am: 27.02.2010 09:03    Titel: News aus der Music Antworten mit Zitat

Aerosmith haben ihre internen Querelen beigelegt und gehen im Sommer in Europa auf Tour – mit Frontmann Steven Tyler. Dies kündigte die Rockband in einem Video auf ihrer Website an.


         // <CDATA>         
Bleiben zusammen: Steven Tyler (Zweiter von links) und Aerosmith. Foto: ddp



Darin sitzt Tyler inmitten seiner Bandkollegen und witzelt: "Ich habe gerade vorgespielt und bin für den Gig akzeptiert worden." Tyler war im August während eines Konzerts von der Bühne gefallen und hatte sich dabei erheblich verletzt. Die Band musste deswegen den Rest ihrer Sommertour absagen.
Erst Ende Juni hatte sich Tyler bei einem Konzert in Connecticut am Bein verletzt, Aerosmith verschoben deswegen im Juli sieben Konzerte. Vor Tourbeginn im Juni litt Tyler an einer Lungenentzündung. Gitarrist Joe Perry erklärte nach der Tourabsage, Tyler müsse sich endlich zusammenreißen.
Gerüchte über seinen geplanten Ausstieg aus der Hardrockband dementierte der Frontmann im November. Ende Dezember begab er sich in eine Entzugsklinik. Dort ließ er sich wegen einer Abhängigkeit von Schmerzmitteln behandeln, die er wegen berufsbedingter Verletzungen einnahm.
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BeitragVerfasst am: 27.02.2010 09:06    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Von wegen Privatjet oder Stretch-Limousine ­ die Hardrock-Superstars von Kiss reisten am Freitag von Frankfurt aus in einem regulären Zug der Deutschen Bahn zu ihrem Auftritt in der ZDF-Show «Wetten, dass..?» nach Erfurt.
Wir haben ein Abteil direkt hinter dem Lokführer reserviert», berichtete Konzert-Veranstalter Ossy Hoppe am Rande einer Pressekonferenz in Frankfurt. Die US-amerikanischen Musiklegenden seien sehr unkompliziert: «Es gab keine Extrawünsche.» Die Wahl des Verkehrsmittels habe logistische Gründe: «Auf der Autobahn würden wir am Freitagmittag bestimmt vier Stunden brauchen, mit dem Zug sind wir in gut zwei Stunden da.»
Kiss-Gitarrist und -Sänger Paul Stanley (58) sagte dazu: «Da sehen wir auch mal ein bisschen was von der Landschaft.» Als er auf die Zugfahrt angesprochen worden war, hatte er zunächst gescherzt: «Wir haben vorher den Zug gekauft.» Kiss werden am Samstag erstmals seit zehn Jahren wieder im deutschen TV auftreten. «Wir freuen uns, bei Tommys Show dabei zu sein», sagte Sänger Gene Simmons (60). Alle Kiss-Mitglieder bestätigten, dass sie hin und wieder gerne wetten.
(Im Mai und Juni kehren Kiss zu Konzerten nach Deutschland zurück: Leipzig (21.5.), Berlin (26.5.), Hamburg (31.5.), Oberhausen (1.6.), Festivals Rock am Ring und Rock im Park (3.-5.6.))
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BeitragVerfasst am: 27.02.2010 09:06    Titel: Re:


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BeitragVerfasst am: 27.02.2010 12:10    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Türkische Drogenfahnder haben den international bekannten Popstar Tarkan bei einer Razzia in Istanbul festgenommen.
Der in Deutschland geborene 37-Jährige, dessen bekanntester Song «Simarik» («Kiss, Kiss») mit einem World Music Award ausgezeichnet wurde, sei am Freitag vernommen worden, berichteten türkische Fernsehsender. Er wurde zusammen mit neun anderen Vertretern des Show-Gewerbes und des Wirtschaftslebens in Gewahrsam genommen.
Bei dem Polizeieinsatz seien auch eine Villa Tarkans durchsucht worden, hieß es in den Berichten. Die Polizei soll demnach Kokain sichergestellt haben. Auf die Spur Tarkans seien die Fahnder bei der Überwachung von Drogenhändlern gekommen. Mit dem Musiker wurde ein Geschäftsmann mit seinen Söhnen und ein früherer Abgeordneter des Parlaments festgenommen.
Tarkan, der seinen Familiennamen Tevetoglu als Sänger nicht benutzt, wurde im rheinhessischen Alzey geboren. Er verbrachte seine Jugend in Deutschland und in der Türkei. Tarkan hat nach Schätzungen türkischer Medien etwa 19 Millionen Platten verkauft. Seinen letzten großen Auftritt hatte er im Januar als Istanbul den Auftakt als Europas Kulturhauptstadt 2010 feierte.
Über die Türkei verläuft eine der Hauptrouten für den Drogenschmuggel nach Europa. Türkische Drogenfahnder stellen immer mehr Rauschgift sicher. Im vergangenen Jahr wurden bei Einsätzen insgesamt 12,2 Tonnen Heroin gefunden, nach 10,3 Tonnen im Jahr 2008. Die Polizei fand 2009 auch 25,8 Tonnen Marihuana (Vorjahr 20,6 Tonnen).
Die Istanbuler Polizei hatte vor zwei Wochen schon einen Neffen des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan wegen Drogenschmuggels festgenommen. Der Regierungschef habe den Behörden erklärt, sie sollten den Sohn seines Bruders behandeln, wie es die Gesetze vorsehen, berichteten Zeitungen. Auch in diesem Fall hatte die Polizei Telefone der Rauschgifthändler überwacht.
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BeitragVerfasst am: 28.02.2010 00:18    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat


Düsseldorf.
Depeche Mode zeigten sich in Düsseldorf schön düster, Dave Gahan und Band elektrisierten die Massen in der Esprit-Arena. Schon beim Opener „In Chains“, der sich faszinierend quälend dahinzieht, wird deutlich – der Spaß bei Depeche Mode kommt mit dem Schmerz.

Stadionkonzerte, da zuckt der ein oder andere Musikfreund schon mal zusammen. Seelenlose Gigantomanie, absurde Bühnenbilder, schlechter Sound. Dass es auch anders geht, zugegeben, im Unterrang war der Klang gerade so akzeptabel, bewiesen Depeche Mode beim ersten ihrer beiden Konzerten in der Esprit-Arena in Düsseldorf. Dass die nun am Ende ihrer Welttournee liegen, war dem Gallenblasentumor von Sänger Dave Gahan geschuldet, der scheint jedoch genesen, auch wenn er hager und sehnig wirkt, die Pirouetten mit dem Mikroständer absolviert er wie ein Derwisch, der sich in Trance tanzt.
Dass er sich zu einer Musik bewegt, die für ein solche gigantische Bespaßungsveranstaltung eigentlich denkbar ungeeignet scheint, ist eines der großen Mysterien der Band aus der „new town“ Basildon, England, die nun schon dreißig Jahre Elektropop spielt. Denn von den Anfängen als recht leichtgewichtige, aber stets sympathische Synthie-Combo haben sich Gahan, Martin L. Gore und David Fletcher zu einem düsteren Kraftwerk entwickelt, haben das Unbehagen an der Welt in brillante Melodien gegossen.
Karge Bühne und eine geschickte Videodramaturgie
Schon beim Opener „In Chains“, der sich faszinierend quälend dahinzieht, wird deutlich – der Spaß bei Depeche Mode kommt mit dem Schmerz. Dazu passt die karge Bühne und eine geschickte Videodramaturgie, die Gahan und seine Freunde oft in Pixel und hart getönte Bilder zerlegt. Eine überdimensionale Linse wird zur Discokugel oder auch, wunderbar retro, zum textenden Kugelkopf jener Schreibmaschinen, die vor dem Computer als state of the art galten.
Ein Rabe fliegt im Takt, inszeniert von Hausfotograf Anton Corbijn, der zuletzt den englischen Meistern der Pop-Depression, Joy Divison, ein filmisches Denkmal setzte. Und vielleicht sind Depeche Mode heute die angepassteren Nachfahren dieser Band, auch weil Gahan dem Drogentod entkommen ist und sich auch nicht das Leben genommen hat wie Ian Curtis.
Rau, verzerrt und primitiv
Gahans Pop-Gesten sind es, die den Sound aus dem Dunkel reißen, das Herumwirbeln, das „Yeah“ und das „That´s right“ und vor allem dieser Ruf nach „Martin“ bevor der Songschreiber Gore ein erstes fulminantes Gitarrensolo spielt, rau, verzerrt und primitiv. Ein großer Rock-Moment, einstudiert, aber dennoch wirksam. Gore hat seine eigenen Momente in den scheinbar simplen Songs, die er zu behutsamen Keyboardklängen singt. Erlösung in dieser düsteren Messe gibt es auch, wenn 50.000 mit den Armen wedeln, wenn sie „I´m taking a ride with my best friend“ singen, wer oder was auch immer dieser Freund sein mag, und natürlich auch den Satz darüber, dass Worte so viel Unheil anrichten.
Die Hits sind die Atempausen in diesem Konzert, der nun auch schon zwanzig Jahre alte Electro-Blues vom „Personal Jesus“ oder „I Feel You“ wirken dennoch abstrakter als früher. Depeche Mode sind schon lange erwachsen und jetzt vielleicht in ihrer „reifen“ Phase angelangt. Es dürfte interessant sein zu beobachten, wohin sie noch gehen. „Music for the Masses“ für die Fans zwischen zwanzig und fünfzig wird es bleiben, es sei denn, ihre Klangfarben werden noch düsterer. Am Ende sieht man die drei Masterminds im Video in Raumanzügen, lost in space, auf einer Odyssee. Denn vor 50.000 muss man sich auch einsam fühlen.
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BeitragVerfasst am: 02.03.2010 07:44    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Rockstar-ErinnerungenDa schwimmt ein Augapfel im Bier!
Von Christoph Dallach
Drogen-Storys und pubertäre Scherze: In seinen Memoiren präsentiert sich Heavy-Metal-Veteran Ozzy Osbourne als unterhaltsamstes Gesamtkunstwerk des Rock'n'Roll. Auch Gene Simmons von Kiss hat ein Buch geschrieben - und zeigt: Er ist ein verkappter Neoliberaler.

Ozzy Osbourne und Gene Simmons:
Harter Rock und krude Sprüch

Damals in Aston, als Ozzy noch John Michael Osbourne genannt wurde, jung war und das Geld brauchte, mühte er sich in einem Schlachthaus ab. Nach den Schichten steckte er sich gern mal ein paar Kuhaugen ein, für lustige Feierabendspielchen im Pub - so wie jenes, bei dem es darum ging, Kuhaugen in Biergläser zu werfen: "Besonders erbaulich war der Spaß, wenn man sensibel wirkenden Mädchen ein Auge auf ihre Cola-Dose legte, während sie auf dem Klo waren. Die Mädchen wurden völlig hysterisch, wenn sie das Kuhauge entdeckten. Einmal setzte mich der Wirt auf die Straße, weil jemand bei dem Anblick auf den Teppichboden gekotzt hatte. Vor der Tür holte ich einen weiteren Augapfel heraus und schnitt ihn mit einem Messer auf. Das bewegte noch zwei oder drei weitere Leute dazu, aus Mitgefühl ihren Magen zu entleeren. Aus irgendeinem Grund fand ich das großartig."
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<OAS_RICH>




Vorhang auf für "Ozzy - Die Autobiografie", die Lebensbilanz des Heavy-Metal-Faktotums Ozzy Osbourne! Einem großen Publikum ist der 61-jährige Brite vor allem bekannt als lustig vernebelter, in Beverly Hills residierender Hausherr der MTV-Reality-Serie "The Osbournes". Hartgesottenen Metalfans und Musikspezialisten dagegen gilt er als Ikone: wegen der längst zu Klassikern gewordenen Hard-Rock-Hits ("Iron Man", "Paranoid"), die Osbourne in den siebziger Jahren mit Black Sabbath ablieferte.
Seit einer Ewigkeit schon scheint Ozzy Osbourne als ferngesteuertes Drogenwrack durchs Leben zu taumeln, angetrieben von seiner geschäftstüchtigen Gattin Sharon Osbourne. Dass ausgerechnet dieser bekennende Legastheniker, dem man kaum zwei zusammenhängende Gedanken zugetraut hätte, und der aus seinen gewaltigen Gedächtnislücken kein Geheimnis macht, nun eine umfangreiche Biografie vorlegt, ist nicht unkomisch.
"Der Blödsinn mit der schwarzen Magie"
Fast gleichzeitig erscheint ein ähnliches Werk des Kollegen Gene Simmons, weltberühmt als Zungenrausstrecker und Feuerspucker der Schmink-Rocker Kiss ("I Was Made For Lovin' You"). Der mittlerweile 60-Jährige, der mit seiner Band am Samstag bei "Wetten, dass...?" auftritt, hat mit dem Buch "Sex Money Kiss" seine Sicht auf die entscheidenden Dinge des Lebens zu Papier gebracht.
Osbourne und Simmons sind die zwei letzten großen Entertainer des Rock. Bands wie AC/DC oder Metallica mögen musikalisch in der gleichen Liga spielen, zu lebenden Gesamtkunstwerken aber haben es ihre Musiker nicht gebracht. Auch im Rentenalter unterhalten Osbourne und Simmons ein generationsübergreifendes Millionenpublikum - in manchem allerdings könnten sie unterschiedlicher kaum sein.
Osbourne beginnt sein Buch mit folgendem Statement: "In den letzten vierzig Jahren war ich ständig voll, mit Fusel, Koks, LSD, Ludes, Klebstoff, Hustensaftmischungen, Heroin, Rohypnol, Klonopin, Vicodin und allen möglichen Substanzen die ich in dieser kurzen Fußnote unmöglich auflisten kann. Und bei so mancher Gelegenheit hatte ich sie alle gleichzeitig intus."
Gene Simmons hingegen verkündet: "In meinem ganzen Leben war ich noch nie richtig betrunken. Und ich war auch noch nie high, außer vielleicht von der Spritze beim Zahnarzt."
In der Kunst, ihr Privatleben in TV-Serien zu inszenieren, sind beide aber gleich gewieft. "The Osbournes" präsentiert eine Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs, wo sich schon die Kinder mit Drogenproblemen rumschlagen, "Family Jewels" zeigt den Simmons-Clan als strenge Streber. Beiden gemein ist die geniale Idee, sich selbst als grell überzeichnete Show-Charaktere zu präsentieren, in einem effektiven, wilden Mix aus Horror, Comic, Science Fiction und Las Vegas. "Wenn ich sage, dass wir den Blödsinn mit der schwarzen Magie nicht einen Augenblick ernst nahmen, ist das die reine Wahrheit. Uns gefiel einfach das Theatralische am Satanismus." bekennt Ozzy Osbourne, den seine Fans gern "Fürst der Finsternis" nennen.
"Urlaub ist was für Loser"
Was die Lebensläufe beider Rocker darüber hinaus verbindet, ist ihr Aufstieg aus dem sozialen Abseits. Zwei lange, verschlungene Reisen, die - bis auf weiteres - in Palästen in Beverly Hills endeten.
Gene Simmons wurde 1949 als Chaim Witz im israelischen Haifa geboren. Er war acht, als er mit seiner Mutter, einer Holocaust-Überlebenden, nach New York kam. Wie sehr er den für ihn wahr gewordenen "Amerikanischen Traum" noch immer verinnerlicht hat, unterstreicht sein neues Buch.
Da prahlt und posiert der Kiss-Chef so penetrant, als habe er Angst, man könne ihm alles wieder nehmen: "Ich will in meinem Leben Spaß haben und dazu gehört für mich jede Menge Geld. Geld ist der Schlüssel zu allem - zu Sex, Glück, zu Versorgung der Menschen die ich liebe." dröhnt er da. Oder: "Dass Leute zwischen zwanzig und vierzig überhaupt über Urlaub nachdenken, bevor sie zu Ruhm und Reichtum gekommen sind, ist eine tolle Idee - für Loser. Nicht jeder kann den Olymp besteigen, es muss auch Fischverkäufer geben." Ein fleißiger Rocker.
Dazu passt, dass "Sex Money Kiss" nach "Kiss and Make-up" und "Kiss: The Early Years" bereits seine dritte Lebensverwertung auf Papier ist. Ein Hit ist das Buch nur für ganz treue Fans. Zu wüst, krude und redundant hat Simmons seine Tiraden, Erinnerungen und Lebensweisheiten zusammengehauen. Dabei überrascht der Autor immer mal wieder mit bizarrem Charme und interessanten biografischen Anekdoten (seine Zeit als Comic-Händler) aber eine ordnende Hand hätte dem Manuskript gut getan. Dafür war der Egomane Simmons wohl zu geizig.
Einen Ghostwriter hat sich dagegen Ozzy Osbourne geleistet. Was das bringen kann, weiß man spätestens seit "The Dirt" dem aberwitzig lustigen Buch, das Mötley Crüe mit dem "New York Times"-Autor Neil Strauss ablieferten. Auch "Ozzy - Die Autobiografie" macht überwiegend Spaß, hat den merkwürdig grotesken Ozzy-Humor und ist spannend aufgeschrieben.
Gelungen sind vor allem die detaillierten, pointierten Erinnerungen an eine Jugend in der englischen Working Class der Nachkriegszeit, deren Perspektiven irgendwo zwischen Knast und Fabrik variierten. Beides hat Ozzy Osbourne mit Zähigkeit und Humor überstanden. Geschichten von seinen Anfängen in der Musikindustrie als - kein Witz! - Autohupentester, bis zum erlösenden Erfolg mit Black Sabbath, an all die Abstürze und Exzesse (ja, er hat einer lebendigen Fledermaus bei einem Konzert den Kopf abgebissen...) sowie die zahlreichen Wiedergeburten.
Trotzdem bleibt unklar, wie klar im Kopf das vermeintliche Wrack Ozzy Osbourne dieser Tage eigentlich ist. Was an ihm ist authentisch, was nur virtuos inszeniert? Am Ende fragt ihn sein Sohn Jack: "Dad, wenn du im Fernsehen bist, glaubst du, die Leute lachen mit dir oder über dich?" Und Ozzy erwidert: "Solange sie lachen ist mir das egal."
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BeitragVerfasst am: 04.03.2010 07:40    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Jubiläumskonzert in DüsseldorfDoro Pesch: 25 Jahre auf der Bühne<box>






Doro Pesch rockt den Dome






2.500 Konzerte in 25 Jahren - wenn das kein Anlass zum Feiern ist! Für Hardrockerin Doro Pesch ist es am 13. März soweit. Dann hat die Rock-Lady in Lederkluft im Düsseldorfer Burg-Wächter Castello ihren 2.500. Auftritt.
Ein Vierteljahrhundert ist eine stolze Leistung. Aber damit ist für Doro Pesch noch lange nicht Schluss. Ein Blick in den Tourenkalender der Düsseldorferin: große Sommerfestivals, Tournee durch Indien, China, Malaysia... und wenn noch Zeit bleiben sollte, dann will die 45-Jährige eine DVD drehen.
Das klingt ebenso atemberaubend wie ihre bisherige Karriere. Im Januar wurde Doro Pesch gerade erst von der belgischen Musikpresse mit dem Preis für die "Beste Karriere" ausgezeichnet. Die Ehrung für ihr Lebenswerk nahm sie auf dem Flug in ihre Wahlheimat New York entgegen.
Für ihr rundes Konzertjubiläum hat sich die Metal-Lady schon im Oktober von Star-Fotograf Frank Dursthoff ablichten lassen - natürlich in bester Pose. Die Show kann beginnen; die 2500 Fans, die am 13. März dabei sein werden, dürften jetzt schon gespannt sein.
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BeitragVerfasst am: 05.03.2010 07:59    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat


Rammstein ist nichts für die TruppeDie deutschen Soldaten in Afghanistan mögen harten Rap von Bushido und Brachialrock von Rammstein oder den Böhsen Onkelz. Für die Bundeswehr ist das ein Problem, denn das Radio der Truppe kann aus politischen Gründen nicht alles spielen.

Spiel mit dem Feuer: Das praktiziert die Bundeswehr in Afghanistan - und Till Lindemann auf der Bühne.
HAMBURG - Der deutsche "Rolling Stone" zitiert in seiner aktuellen Ausgabe Hauptmann Christian Wahl von Radio Andernach: "Rammstein wird nicht so oft im Programm gespielt, wie es eigentlich gewünscht wird", sagte er. "Hier kann es zu einer verzerrten Darstellung und Wahrnehmung Deutschlands im Ausland kommen." Unter anderem könne allein schon das rollende "R" in der Diktion mancher Songs Erinnerungen an den Nationalsozialismus wecken.
Auch der Berliner Rapper Bushido werde zwar oft gewünscht, habe es jedoch mit seinen expliziten Texten schwer im Truppenbetreuungs-Sender, der auch von Afghanen empfangen werden kann. "Ich möchte die Menschen ja nicht in ihren Werten verletzen." Immerhin können nach Erkenntnissen der Truppe vier Prozent der Afghanen Deutsch.
Und auch ganz andere Bedenken prägen die Musikauswahl für die Soldaten. Während der Karnevalszeit standen laut Wahl beliebte Gassenhauer wie "Viva Colonia" auf dem Index. Die Begründung: "Ein Soldat sitzt im Panzer in Afghanistan und hört Radio Andernach. Wenn er Pech hat, wird er in die Luft gesprengt und kommt nicht wieder. Dem kann ich "Da simmer dabei, dat ess prima" nicht zumuten." (dpa) <Relations>
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BeitragVerfasst am: 05.03.2010 08:05    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

wie ist euere meinung? soll ich mit den music-news  weitermachen oder besser nicht?
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BeitragVerfasst am: 05.03.2010 19:14    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat




  • Wegen zu hoher Ticket-Preise für ein Konzert in Tel Aviv riefen Metallica-Fans per Facebook zum Streik auf. Jetzt griff das Management der Band ein.
    Tel Aviv - Am 22. Mai spielen Metallica seit über zehn Jahren erstmals wieder ein Konzert in Israel. Weil die Veranstalter umgerechnet knappe 120 Euro für einen Stehplatz verlangt hatten, riefen zwei Anhänger der Metal-Band zum Boykott des Tel Aviv-Gigs auf: Über Facebook.
    Tomer Mussman und Rotem Horovitz gründeten auf der Internetplattform die Gruppe "Boycott Metallica's Israel show!". Über 8.000 Leute solidarisierten sich mit den beiden und schlossen sich dem Protest an.
    "Wir haben gewonnen"
    Die Woge des israelischen Zorns schwappte schließlich sogar ins Kielwasser der Metal-Legende. Deren Management forderte den israelischen Veranstalter zum Gespräch auf, dessen Abgesandter Gad Oron sich daraufhin mit den beiden Protestführern traf. Daraufhin wurde der Ticketpreis "deutlich nach unten korrigiert", heißt es.
    Mussman schrieb dazu: "Nach einer viertägigen Kampagne, einer riesigen Berichterstattung über uns und zahlreicher Unterstützung, können wir sagen, dass wir es geschafft haben! Wir haben gewonnen!"
    Besonderer Dank an Metallica
    Außerdem bedanken sich die beiden Streikorganisatoren artig bei Metallica und deren Management für die spontane Hilfe. Ihr Schlachtruf ist inzwischen leicht abgeändert: "United We Win - The Boycott is over! Wir sehen uns bei der Show."



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BeitragVerfasst am: 09.03.2010 01:58    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

es ist geschafft:
Scorpions bringen ihr letztes Album raus
Nach mehr als 40 Jahren Bandgeschichte und weltweit über 100 Millionen verkauften Tonträgern bringen die Scorpions am 19. März ihr letztes Album heraus.

Die Band wolle ihre Karriere auf ihrem Höhepunkt mit einem starken Schlussakkord beenden, sagte Scorpions-Sänger Klaus Meine am Montag in München. Das neue Album «Sting In The Tail» knüpfe an die Erfolgswelle der Band in den frühen 80er Jahren an. «Im Endeffekt sind wir wieder zurück auf dem Höhepunkt bei der klassischen Rockvariante mit viel Rock, Power Attitude und Gefühlen», sagte Scorpions-Gründer Rudolf Schenker.
Mit einer dreijährigen Welttournee will sich die Rockband - eine der erfolgreichsten Deutschlands - von ihren Fans auf allen Kontinenten verabschieden. Um für die kräftezehrenden Konzerte gewappnet zu sein, hätten persönliche Fitnesstrainer die Band in Form gebracht, verriet Meine. Langweilig werde den Scorpions auch nach der Welttournee nicht werden. «Das Wort Rente oder Pension findet auch nach wie vor in unserem Wortschatz nicht statt.»
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BeitragVerfasst am: 17.03.2010 17:46    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Scorpions sagen «Adieu»
Prag Eine Rock'n'Roll-Legende verabschiedet sich: Die Scorpions haben am Montagabend in Prag ihre Welttournee begonnen, an deren Ende die Band vermutlich 2012 ihre Karriere beenden will.

Noch einmal sind die Gitarren gestimmt, Lautsprecher aufgetürmt und Scheinwerfer ausgerichtet. Vorne am Bühnenrand stimmt Frontsänger Klaus Meine (61) Hits wie «Rock You Like A Hurricane», «Still Loving You» und natürlich die Wende-Hymne «Wind Of Change» an.
Neben ihm wirbelt Rudolf Schenker, ebenfalls 61 Jahre alt, an Spezialgitarren in V-Form. Schlagzeuger James Kottak zeigt stolz sein Rückentattoo: «Rock & Roll Forever». Die rund 8000 Fans in der Prager Sportarena haben die ersten 40 Lebensjahre überwiegend bereits hinter sich. Textsicher wird mitgesungen, in den Pausen Beifall geklatscht. Zwei Stunden lang präsentieren die Scorpions Songs aus 45 Jahren Bandgeschichte, allein in Tschechien spielten sie schon siebenmal.
Die musikalische Zeitreise zeigt: Den typischen Scorpions-Klang machen die Gitarrenriffs von Schenker und Meines metallischer Gesang aus. Bei Balladen herzergreifend, bei schnellen Stücken antreibend - hier sind Rock-Profis am Werk. Rhythmusgitarrist Matthias Jabs und Bassist Pawel Maciwoda komplettieren die Combo. Fünf Musiker, drei Video-Leinwände und jede Menge Lautsprecher genügen den Scorpions: statt bunter Show machen die schwarzgekleideten Stars auf Musik pur.
Klaus Meine sichert der Band die Sympathien des Publikums schon zu Beginn mit ein paar Worten auf Tschechisch, später überrascht er mit einer Vokaleinlage zur Melodie von «Mein Vaterland», einer synphonischen Dichtung, die Bedrich Smetana seinen Tschechen Ende des 19. Jahrhunderts widmete. «The Good Die Young» - «Die Guten sterben jung» - heißt die neueste Single der Scorpions; in Prag erinnert sie die Besucher an den Studenten Jan Palach, der sich 1969 aus Protest gegen das kommunistische Regime selbst verbrannte.
Und doch blieb das Konzert für eine Hardrock-Band seltsam ruhig. In der nicht ganz ausverkauften Halle endete die Show bereits nach einem Zugabeblock. Bei Videoeinspielungen schienen technische Probleme manch möglichen Hingucker zu verhindern, auch der Sound blieb oft unausgewogen. Anstelle euphorischer Tänze bevorzugte das Publikum, auf Liebeslieder und Klammer-Blues zu warten.
«Leider keine Pyro-Effekte», bemängelte die Tageszeitung «Mlada fronta dnes« am Dienstag. «Abschied mit Stil», schrieb die «Ceske noviny» und erinnerte an über 100 Millionen verkaufte Tonträger der Scorpions. Alle fünf Kontinente wollen die Scorpions mit ihrer Tournee «Get Your Sting and Blackout» (ungefähr: «Nimm Deinen Stachel und Schluss») bereisen, da bleibt Zeit und Raum, an Show-Details zu arbeiten.
Und wenn dann tatsächlich in zwei, drei Jahren der Rock'n'Roll- Ruhestand angetreten wird, können Schenker, Meine & Co. aus Niedersachsen auf ein stilprägendes Werk zurückschauen, das sie zu weltweiten Erfolgen führte.
Die Konzerte in Deutschland beginnen im Mai, das neue Scorpions- Album «Sting In The Tail» soll am Freitag (19.3.) erscheinen.
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Neues Album aus Hendrix' NachlassDer Hexer
"Valley of Neptune" heißt das Album, das tatsächlich unveröffentlichtes Material von Jimi Hendrix bereithält. Fast 40 Jahre nach dessen Tod kann man so sein Bild vom Hexer komplettieren.
VON KLAUS THEWELEIT

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Ganz schön experienced: Jimi Hendrix 1970.
Foto: ap

Valleys of Neptune" - schöner Titel. Zwar hat er keine Chance, so exorbitante Vorläufer wie "Are You Experienced" oder "Electric Ladyland" zu erreichen; aber immerhin: Inspirationslos ist die Gesellschaft der Hendrix-Erben und Nachlassverwalter nicht.
Janie Hendrix, Kopf der Nachlassgesellschaft, ist keine Schwester von Jimi, wie (nicht nur) im Internet kolportiert wird. Sie ist eine Tochter der zweiten Ehefrau von Jimis Vater, die dieser adoptiert hat. Vater Al Hendrix traute keinem seiner Kinder aus der Ehe mit seiner ersten Frau, Lucille (Jimis Mutter), die Nachlassverwaltung seines Sohnes Jimi zu (den er lange für eine Flasche gehalten hatte). Janie, die Adoptivtochter, der er alles vererbte, zeigte sich der Aufgabe grandios gewachsen.
Seither sind in regelmäßigen Abständen CDs und DVDs aus Hendrix Nachlass erschienen: Radioaufnahmen, Konzertmitschnitte und Kompilationen. Die Liveauftritte von Woodstock, der Isle of Wight, aus Atlanta etc. sind in voller Länge auf DVD zugänglich. Aber ein ganz neues Hendrix-Album, wie jetzt von Sony Music angekündigt, war noch nicht dabei. Woher in aller Welt dies Ding?


Als "gewiss spektakulärster Fund der vergangenen Jahre" wird das Album von der Plattenfirma angepriesen. "Dass vom besten Elektrogitarristen aller Zeiten […] noch einmal ein ganzes Stündchen frisches Material zu Ohren kommen sollte, das hat schon elektrisiert", schreibt Jan Ulrich Welke in den Stuttgarter Nachrichten. Um aber dann das Album, weil es diese Versprechen nicht hält, in die Nähe einer Mogelpackung zu rücken: "Von einer solchen sprechen Verbraucherschützer, wenn der tatsächliche Inhalt um mehr als 30 Prozent unter dem vorgegaukelten liegt." Wie sieht es damit aus?
"Valleys of Neptune" eröffnet mit einem bekannten Stück: "Stone Free", der B-Seite von Hendrix Debütsingle "Hey Joe". Dann sind "Red House" und "Fire" unter den zwölf Stücken von "Neptune", beide bekannt von Hendrix Debütalbum "Are You Experienced". Zwei weitere Stücke, "Hear My Train A Coming" und "Lover Man", sind uns als Liveversionen bekannt. Ein weiteres Stück, "Mr. Bad Luck", scheint unbekannt, ist es aber nicht unter seinem geläufigeren Titel: "Look Over Yonder".
Bei der Hälfte des Albums handelt es sich also um Varianten bereits veröffentlichter Klassiker. Streicht man die beiden Coverversionen ("Sunshine Of Your Love" nach Cream und "Bleeding Heart" nach Elmore James), bleiben gerade vier Songs, die tatsächlich bisher ungehörte Eigenkompositionen sind. Gesamtspieldauer dieser vier: 18:38 Minuten, also nicht einmal ein Drittel der Gesamtlänge. "Spektakulärer Fund"? Gewiss nicht.
Ein Einwand gegen die Qualität der Stücke soll das allerdings nicht sein. "Sunshine of Your Love" (als Instrumental), "Bleeding Heart" und "Red House" gehören zu den Highlights des Albums; nur unter ein Neuheitslabel gehören sie nicht. Neues vom Hexer - das war auch nicht zu erwarten; das ist sogar absolut unmöglich. Als könnte jemand behaupten, er hätte neue Varianten der Relativitätstheorie in Einsteins Nachlass gefunden, in eine Matratze eingenäht. Hendrix besser spielen als Hendrix konnte nicht mal er selber. Vor seinem Tod nicht und nachher auch nicht. Eddie Kramer, Hendrix Lieblingstechniker zu Lebzeiten, gibt sein Bestes auch auf diesem posthumen Album. Alle Stücke sind guter Hendrix, einige sogar sehr guter Hendrix, von Kramer nicht remastered, sondern neu gemischt. Der Name Eddie Kramer garantiert, dass wir nicht irgendeinen Schrott bekommen. Aber einen Hendrix, "den wir noch nicht kannten" - den kann er nicht liefern; und er tut auch nicht so.
Insofern ist die Behauptung der neuen Besitzer der Hendrix-Rechte, das Album würde "eine Lücke schließen", nämlich die zwischen "Electric Ladyland" (1968) und dem von Hendrix noch selbst geplanten, aber nicht mehr realisierten Album "First Rays of the New Rising Sun" bzw. zwischen "Electric Ladyland" und "Band of Gypsys" (1970), nicht haltbar.
Es gibt keine Lücke in den Hendrix-Produktionen zwischen 1967 und 1970, als er sowohl pausen- wie lückenlos die Ohren der Welt beackerte (in über 500 Konzertauftritten), und in ungezählten archivierten Tonbändern der diversen Studios, die er aufsuchte, wann immer die Konzertmangel ihm ein paar Momente Ruhe gönnte zum Probieren von etwas Neuem. Seine Arbeit an unserer Körperverwandlung geschah unter öffentlichen Augen und Ohren oder vor permanent eingeschalteten Aufnahmegeräten. Den Eindruck eines Überbrückens liefern allein die Aufnahmedaten des neuen Albums.
Die Produzenten haben darauf geachtet, dass (mit einer Ausnahme) lauter Stücke aus dem Jahr 1969 auf "Valleys of Neptune" zu hören sind. Zwar ist es richtig, dass es durch "Electric Ladyland" einen Einschnitt in Hendrix Produktionsweise gab. Das im Oktober 1968 veröffentlichte Doppelalbum hatte Hendrix Beziehungen zu seinem bisherigen Produzenten Chas Chandler und auch zum Bassisten seiner Experience, Noel Redding, nachhaltig zerstört.
Chandler hatte Hendrix bis dahin auf eher kurze, radiotaugliche, potenziell hitfähige Stücke festgelegt. Mit "Electric Ladyland" war Hendrix aus diesem Korsett ausgebrochen. Musikalisch zu seinem Vorteil; die Experience hatte einen kreativen Sprung gemacht. Wunderbare lange, elegische Stücke wie etwa "A Merman I Should Turn to Be" waren entstanden und wären nicht entstanden mit Chas Chandler.
Der Konflikt mit Bassist Noel Redding lag anders. Redding ging Hendrix Perfektionismus auf die Nerven. Er fand, die Songs würden nicht besser durch unendliches Proben. Er wurde lustlos und aufsässig bei den endlosen Studiosessions. Nach und nach ersetzte Hendrix ihn durch seinen Army-Kumpel Billy Cox. Diesen Übergang soll "Valleys of Neptune" nun dokumentieren. Aber das wird vom Album nicht eingelöst. Nur die ersten drei Stücke haben Billy Cox am Bass. In den anderen hören wir Noel Redding. Und da hört sich die Platte eher wie ein Plädoyer für den Bassisten Noel Redding an.
Sensibleren Ohren war die Band of Gypsys, in der Billy Cox Noel Redding am Bass ersetzte, musikalisch immer unbeweglicher als die Experience mit Redding. Zumal in der Band of Gypsys auch Schlagzeuger Mitch Mitchell ersetzt worden war durch Buddy Miles. Bei "Valleys of Neptune" sitzt durchweg Mitch Mitchell an den Drums; und beweist Stück für Stück, dass es nie einen besseren Rock-Drummer gegeben hat als ihn.
Es ist ja nicht Hendrix allein, der den ganzen Zauber schafft. In diesem einen, seltenen Fall war die Band aus Hendrix und den zwei weißen englischen Bubis besser als die All-American Band aus drei schwarzen Musikern.
In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Archiveditionen toter Musiker; wir bekamen die kompletten Miles-Davis-Sessions zu "Jack Johnson", zu "Bitches Brew" und fünf CDs der "Plugged Nickel"-Sessions: interessant in mehrfacher Hinsicht. Sie lassen hören, dass das zur Veröffentlichung ausgewählte Material meist tatsächlich das Beste der Sessions war. Einen neuen Miles bekamen wir nicht. Wir bekamen Einblicke in Arbeitsweisen, die unser Bild komplettierten. Nicht anders ist es mit Hendrix und "Valleys of Neptune". Wir bekommen etwa eine wunderbare Version des oft gehörten "Red House"; und das ist doch schon was. Merkwürdig nur, dass das Stück bei 8:20 Minuten mit einem Fade-out endet; Eddie Kramer blendet es aus; mitten in der letzten Strophe.
Überhaupt das Fade-out. Fünf der zwölf Stücke auf "Valleys of Neptune" werden ausgeblendet; es sind also Studioimprovisationen, die länger waren. Die Songdauer wird so nicht von Hendrix Spiel bestimmt, sie ist Produzentenentscheidung. Es gibt eine weitere Bearbeitungsform: Bei drei Stücken hat Chas Chandler, der alte Manager der Experience, Ergänzungen vorgenommen.
Ein ungewöhnliches Verfahren: 1987 lud Chandler Mitch Mitchell und Noel Redding in ein Londoner Studio; dort ergänzten sie ihre (unvollendeten) Originaltracks von 1969 an Bass und Schlagzeug. Neu abgemischt jetzt das Ganze von Eddie Kramer. Mitchell/Redding geben ihr Bestes. "Valleys of Neptune" braucht sich nicht zu verstecken in der Reihe der Hendrix-Produktionen. Warum die Ergebnisse der Sessions von 1987 aber erst jetzt erscheinen, darüber gibt das sonst sehr gute Booklet von John McDermott keine Auskunft.
Nur die Daten tun es: Wir sind im 40. Jahr nach Hendrix Tod. "Valleys of Neptune" ist Teil einer editorischen Großoffensive. Wir bekommen alle Alben noch mal in Luxuseditionen, jeweils versehen mit einer neuen DVD zum "Making of". Janie Hendrix (die für das Cover von "Valleys of Neptune" ein Hendrix-Aquarell aus seiner Schulzeit ausgegraben hat), ist noch kräftig dabei, ihren "Bruder", den sie nur viermal gesehen hat, als er für Konzerte in Seattle war, kennenzulernen.
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BeitragVerfasst am: 23.03.2010 17:56    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Bushido muss für Klangklau berappen

Bushido selbst war bei der Verkündung nicht zugegen.
Weil er Teile von Musikstücken einer französischen Gothic-Band ohne deren Erlaubnis in eigenen Produktionen benutzt hat, muss Deutsch-Rapper Bushido Schadenersatz zahlen. Das Landgericht Hamburg entschied, dass der 31-Jährige der Gruppe Dark Sanctuary mindestens 63.000 Euro schuldet, weil er sie als Urheber unterschlug. Darüber hinaus wird wohl noch eine weitere Zahlung fällig, sobald Bushidos Label ersguterjunge und seine frühere Plattenfirma Universal Music Deutschland die Verkaufszahlen der umstrittenen Tonträger offengelegt haben.
"Er schmückte sich mit fremden Federn"
Die Tonfolgen aus Dark-Sanctuary-Songs sollen den Sprechgesang des Berliners leicht verändert als sich ständig wiederholende Tonschleifen, sogenannte Loops, untermalen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Segmente sich in 13 Bushido-Titeln wiedererkennen lassen. "Er schmückte sich mit fremden Federn", heißt es in der Urteilsbegründung. Bei drei weiteren Songs sah das Gericht keine Copyright-Verletzung gegeben. Der Musiker selbst war bei dem Verkündungstermin am Dienstag nicht im Gerichtsaal.
Elf CDs müssen aus dem Verkauf genommen werden
Mit der Zahlung des Schadenersatzes sind die finanziellen Folgen für Bushido noch nicht ausgestanden. Denn das Gericht ordnete darüber hinaus an, dass elf CDs, auf denen die umstrittenen Melodien zu hören sind, darunter neben Bushido-Singles und -Alben auch Sampler wie "The Dome" und "Bravo Hits", aus dem Handel zurückgerufen und vernichtet werden müssen. Auch die GEMA-Ausschüttungen stehen laut Urteil der Gothic-Band zu. Allein auf Bushidos Erfolgsalbum "Von der Skyline zum Bordstein zurück" erkannten die Franzosen bei acht Stücken ihre eigenen Lieder wieder. Rechtskräftig ist das Urteil hingegen noch nicht. Der Berliner kann vor dem Hamburger Oberlandesgericht in Berufung gehen.
Im November 2008 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass auch dann Urheberrechte verletzt werden, wenn "einem fremden Tonträger kleinste Tonfetzen" entnommen werden, ohne großen musikalischen Abstand zu wahren.
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BeitragVerfasst am: 31.03.2010 11:08    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Scorpions und Silly rocken die Charts
Die Scorpions haben mit ihrem letzten Studioalbum noch einmal die Charts gestürmt. «Sting In The Tail» stieg auf Platz zwei der aktuellen Album-Hitparade ein.

Es soll der letzte Longplayer der Rockband aus Hannover sein, deren Karriere vor 45 Jahren begann. Die Musiker um Frontmann Klaus Meine wollen sich nun mit einer zwei Jahre dauernden Welttournee von ihren Fans verabschieden.

Hinter den Scorpions auf Platz drei folgt als weiterer Neueinsteiger die neue Platte der einstigen DDR-Rocker Silly. «Alles Rot» ist das erste Studioalbum, das Silly und Schauspielerin Anna Loos als neue Frontfrau gemeinsam aufgenommen haben. Loos steht bereits seit einigen Jahren als Ersatz für die 1996 gestorbene Silly-Sängerin Tamara Danz mit den Musikern auf der Bühne. Auf Platz eins der Charts steht unverändert Amy Macdonald mit «A Curious Thing», wie das Marktforschungsunternehmen Media Control mitteilte.

An der Spitze der Single-Charts gab es keine große Veränderung: Grand-Prix-Teilnehmerin Lena Meyer-Landrut liegt mit ihrem Wettbewerbssong «Satellite» weiter auf Platz eins vor Stromae mit «Alors on danse». Unheilig konnte sich mit dem Lied «Geboren um zu leben» von Rang fünf auf drei verbessern. Beste Neueinsteiger sind die Black Eyed Peas mit dem Song «Rock That Body» auf Platz 14. Die kompletten Charts werden offiziell am Freitag veröffentlicht.
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BeitragVerfasst am: 31.03.2010 11:08    Titel: Re:


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